TRANSPARENZ · QUELLEN · PRÜFUNG

Fachliche Aussagen brauchen eine nachvollziehbare Grundlage.

BauschadenCheck trennt allgemeine Fachinformationen, objektbezogene Feststellungen, mögliche Ursachen und konkrete Empfehlungen. Quellen werden nur verwendet, wenn sie zur jeweiligen Fragestellung passen.

Grundsatz: Eine seriöse Einordnung zeigt nicht nur, was möglich ist, sondern auch, was anhand der vorhandenen Unterlagen noch nicht bewiesen werden kann.
QUELLENRAHMEN

Fünf Ebenen werden getrennt geprüft.

Behördliche und neutrale Fachinformationen

Veröffentlichungen zuständiger Bundes- und Landesstellen werden für allgemeine Gefahren-, Gesundheits- und Handlungshinweise herangezogen. Beispiele sind das Umweltbundesamt für Schimmel in Innenräumen und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe für Starkregen.

Gesetze und Verordnungen

Rechtliche Vorgaben werden nur in der zum Prüfzeitpunkt verfügbaren Fassung und bezogen auf die konkrete Fragestellung berücksichtigt. Ein technischer Bericht ersetzt keine Rechtsberatung.

Technische Regeln und Normen

Normen, Richtlinien und anerkannte technische Regeln werden nicht pauschal zitiert. Zuerst wird geprüft, ob Ausgabe, Anwendungsbereich, Bauzeit, Bauteil und Fragestellung tatsächlich zusammenpassen.

Herstellerunterlagen

Produktdatenblätter und Verarbeitungsrichtlinien beschreiben den vorgesehenen Einsatz eines Systems. Sie belegen allein weder die Schadensursache noch die Eignung am konkreten Objekt.

Objektbezogene Angaben

Fotos, Schadenverlauf, Baujahr, Konstruktion, Messwerte und bereits ausgeführte Maßnahmen bilden die fallbezogene Grundlage. Fehlende oder nicht belegte Tatsachen werden als Datenlücke gekennzeichnet.

PRÜFABLAUF

Vom sichtbaren Merkmal zur Handlungsempfehlung

  1. Feststellen:Was ist auf Fotos und anhand der Angaben tatsächlich erkennbar?
  2. Abgrenzen:Welche Ursachen sind möglich und welche Angaben fehlen für eine belastbare Unterscheidung?
  3. Quellen prüfen:Welche Fachquelle gilt für Bauteil, Zeitpunkt und konkrete Fragestellung?
  4. Bewerten:Welche Aussagen sind belegt, welche bleiben Arbeitshypothese?
  5. Empfehlen:Welcher nächste Schritt ist fachlich verhältnismäßig und wo reicht eine digitale Prüfung nicht aus?
ÖFFENTLICHE GRUNDLAGEN

Ausgewählte neutrale Einstiegsquellen

Keine Normensammlung: Urheberrechtlich geschützte Normtexte werden nicht vervielfältigt. Im Einzelfall wird die einschlägige Ausgabe anhand der konkreten Fragestellung geprüft.

Zur fachlichen Redaktion und den Grenzen digitaler Einordnungen →

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